Stammzellspende

Obwohl es inhaltlich eher weniger zu meiner Homepage passt, möchte ich ein paar Worte zu diesem Thema loswerden.

Durch einen familiären Krankheitsfall ließ ich mich 2001 bei der Blutspende der Universitätsklinik Greifswald als Stammzellspender registrieren.
Im Jahr 2008 bekam ich die Chance, beim Retten eines Lebens mitzuhelfen. Eine, an Leukämie erkrankte US-Amerikanerin benötigte dringend eine Stammzelltransplantation.

Kelly & Micha - genetic twins

"Meine Patientin Kelly" ist zum Glück wieder gesund geworden und so konnte ich sie im Juli 2012 in den USA besuchen. Abgesehen davon, dass es sich unglaublich gut anfühlt, seinen genetischen Zwilling in die Arme zu schliessen, möchte ich einige Fakten nennen, die im Zusammenhang mit der Spende oft falsch verstanden werden:

Stammzellen werden aus dem Knochenmark, nicht aus dem Rückenmark gewonnen!!! Das Rückenmark befindet sich in der Wirbelsäule: Ich glaube nicht, dass ich mir hätte in die Wirbelsäule bohren lassen. Normalerweise würde man das Knochenmark mit einem kleinen chirurgischen Eingriff aus dem Beckenkamm gewinnen. Stammzellen können, wie in meinem Fall, auch aus dem peripheren Blut (also aus den Armvenen) gewonnen werden. In diesem Fall bekommt man 4 Tage lang ein Hormon (G-CSF), welches die Stammzellproduktion temporär stimuliert. Keine OP; kein stationärer Kliniksaufenthalt; keine Schmerzen!

Ich bitte euch: Lasst euch typisieren! Solltet ihr dann die Chance bekommen ein Leben zu retten, wird es eines der besten Dinge sein, die ihr je getan habt.
Dazu gibt es folgende Institutionen: DKMS oder z.B. Transfusionsmedizin der Uniklinik Greifswald

Solltet ihr Frage, Bedenken oder Meinungen dazu loswerden wollen, schreibt mir bitte ungeniert an: info(at)baggens.de

Für diejenigen, die unsere Geschichte näher interessiert, stelle ich Artikel der jeweiligen Lokalpresse bereit:

Ostseezeitung Greifswald vom 27. Juli 2008

Sentinel Standard Ionia vom 07. August 2008